Mittwoch, 16. August 2017

Neues Abenteuer in der Ausbildung

Hallo Ihr Lieben,

mittlerweile neigt sich das erste Ausbildungsjahr dem Ende zu. Die neuen Auszubildenden haben ihre Zeit auf dem Bauernhof auch bald wieder geschafft und wir, Chantal, Dominik und ich, sind nicht mehr die „Kleinen“. Die Großen sind wir zwar auch noch nicht, aber es ist ein gutes Gefühl, zu wissen, dass man dem Ziel einen Schritt näher kommt.

In meiner derzeitigen Abteilung, dem Service-Center, vergeht die Zeit auch wie im Fluge.  Es wird nie langweilig, weil wir immer viel zu tun haben und sollte es mal doch eine Pause geben, gibt es meistens nur ein Thema: ich soll in Zukunft die Azubi-Geschäftsstellen übernehmen. Es ist eine Ehre für mich und ich war begeistert, aber auch skeptisch. Anfangs gab es viele Fragen über den Ablauf und die Tätigkeiten, die dort zu erledigen sind. Denn nach der Einarbeitung steht dann das Abenteuer bevor, die Geschäftsstellen alleine zu übernehmen. Damit wird mir viel Vertrauen geschenkt und ebenfalls viel Verantwortung übertragen.

Als mein Abenteuer Einarbeitung in den Geschäftsstellen los ging, war ich aufgeregt und hörte gespannt zu. Es gibt viel, woran man denken muss. Eine neue Aufgabe ist, dass die Geschäftsstellen entsichert werden müssen, damit kein Alarm los geht. Zu dem ist es neu, dass der Schalterbereich eigenhändig aufgebaut werden muss. Das ist natürlich nicht schwer… aber ungewohnt. Anfangs dachte ich mir, oh Gott, hoffentlich kannst du dir das alles merken und vergisst nichts. Aber all meine Bedenken waren umsonst. Jetzt, wo ich mich in der zweiten Woche der Einarbeitung befinde und die Abläufe öfter gesehen und selbst vollzogen habe, fühle ich mich bei den ganzen Aufgaben viel sicherer als am Anfang.

Es fallen die selben Tätigkeiten wie in Eisenberg an, das heißt es werden Umbuchungen getätigt, Sparbücher nachgetragen, beim Ausfüllen von  Überweisungen geholfen und noch viele weitere Aufgaben erledigt. Bis jetzt hatte ich noch keine Probleme, bei den Anliegen der Kunden. Dennoch fühle ich mich noch ein wenig unsicher, wenn es darum geht Geld auf das Kassenunterkonto zu buchen und bar auszuzahlen. Aber selbst wenn es mal zu einer Situation kommen sollte, in der ich nicht weiter weiß, kann ich immer noch bei uns in Eisenberg anrufen und bekomme dort die Hilfe die ich benötige. Diese Tatsache nimmt einem die Angst davor, den Kunden gegenüber zu treten.

Ach und übrigens, unsere Geschäftsstellen befinden sich in Schkölen, Bürgel, Bad Klosterlausnitz und Crossen. Ihr seid bestimmt schon an mindestens einer von denen vorbei gefahren. Wenn wir gerade von fahren reden, in Zukunft werde ich mit dem Auto auf die Geschäftsstellen fahren, da ich bald 18 werde. Wenn Ihr in den Azubi-Geschäftsstellen vorbei schaut, werde ich Euch demnächst begrüßen.

Bis dahin, Paula

Mittwoch, 9. August 2017

Absolutes Desaster oder voller Erfolg?!

Hallo liebe Leser und Leserinnen,

ich hoffe ihr habt die Regenzeit ohne große Schäden überstanden und könnt jetzt den Sommer genießen. Bei mir ging es wieder einmal heiß her. Nach vier Monaten in unserem Zentralen Vertrieb konnte ich einiges Neues dazu lernen. In unserem Beschwerdemanagement konnte ich selbst aktiv werden. Neben der Suche nach einem passenden Geschenk für unsere Kunden, überlegte ich mir ebenso die richtigen Entschuldigungsgrüße. Zwischen meinen Aufgaben und dem großen Projekt brachte mir meine Bürokollegin Sarah in kleinen Denkpausen auch ein paar Fachbegriffe bezüglich des Marketings bei. Unter anderem fiel das Wort Distributionspolitik (Vertriebsweg) und positive Obsoleszenz (Hersteller beeinflussen ihre Produkte und lassen diese künstlich altern). Mir wurde nicht nur erklärt welche Bedeutung diese Wörter haben, sondern in erster Linie, wie man diese Wörter ausspricht und schreibt. :P Das ist allerdings nicht das Einzige, was man hier in der Marketing-Abteilung lernen kann. 


Bereits im letzten Beitrag schrieb ich euch über mein großes Projekt. In der ersten Woche wurde mir die Beispielplanung unseres 150-jährigen Jubiläums zugeteilt und heute werde ich euch hierzu mehr verraten:
Die Inhalte meiner Aufgabe standen von Anfang an fest:
- ein spezielles Geburtstagslogo,
- ein Geburtstagsspruch,
- die Ausgestaltung der Festzeitung
- ein Dankeschön an all unsere Mitarbeiter oder auch eine Veranstaltung,
- eine Kundenveranstaltung, hierfür durfte ich auch einen Kampagnen-Plan für das Jahr 2018 entwerfen,
- Engagement in der Region.


Anfangs, als mir diese Aufgabe zugeteilt wurde, machte ich mich auf den Weg und ließ meiner Kreativität, die man im Marketing definitiv benötigt, freien Lauf. Allerdings ist diese nur begrenzt und umso schwerer fiel es mir den Anfang zu finden. Zunächst fing ich mit dem Zeichnen eines Logos an. In der Woche vor der Präsentation brachte ich dann meine Skizzen in digitale Form mithilfe unseres Bild- und Grafikbearbeitungsprogramms CorelDRAW. Nachdem ich ein paar Logos entworfen habe, befasste ich mich mit anderen Aufträgen im Marketing, wie oben bereits genannt unser Beschwerdemanagement, Auswertung unserer Warum-Bögen und dem Einpflegen von Mediadaten. Somit verlor ich dieses Projekt etwas aus den Augen. Erst drei Wochen bevor meine Zeit im Marketing endete, fing ich wieder an aktiv an diesem Projekt zu arbeiten. Gerne möchte ich meine Ideen zu meinem besonderen Logo mit euch teilen. Hierfür sind zwei Bilder hinzugefügt, die ich selber angefertigt habe. Lasst hier eurer Fantasie genau so viel freien Lauf wie ich meiner. Das rechte Bild stellt für mich einen Baum dar. Könnt ihr es auch erkennen? :-) 

Für den Geburtstagsspruch habe ich mir zwei Beispiele ausgedacht:
- Volksbank Eisenberg – Mittendrin statt nur dabei
- Volksbank Eisenberg – 150 Jahre regional, persönlich, zuverlässig


Zusätzlich gestaltete ich die Inhalte der Festzeitung. Hierfür dachte ich mir, dass man beispielsweise:
- unseren Vorstand vorstellt, da dieses Jahr ein Vorstandswechsel statt fand,
- das Prinzip der Genossenschaft erklärt,
- 5 – 10 Mitglieder befragt (wie lange Volksbank und warum?)
- Eine Azubi-Befragung durchführt. Findet ihr es nicht auch interessant heraus zu finden, was uns Azubis zur Volksbank Eisenberg getrieben hat?


Punkt vier auf meine Liste war die Mitarbeiterveranstaltung. Hier hatte ich Möglichkeiten wie z. B.:
- Drachenbootrennen
- Team Drumming
- Stadtrundfahrt durch die Bankenmetropole Frankfurt




Die Kundenveranstaltung war dann Punkt fünf.
Eine Abendveranstaltung in der Stadthalle:
- 16 Uhr Einlass
- 17 Uhr Vorwort von unserem Vorstandsvorsitzenden Klaus Euler
- 18 Uhr Eine Comedy- oder Kabarett-Show
- 20 Uhr eine Live-Band bis zum Schluss

Ein Kampagnen-Plan für unser Jubiläumsjahr durfte natürlich auch nicht fehlen:
Januar – März: Durch weiterempfehlen der Bank bekommen beide Parteien 15 € geschenkt
April – Juni: Durch jeden abgeschlossenen Kreditvertrag spenden wir 15 € an das Tierheim
Juli – Sep.: Jeder Kunde der einen Kreditvertrag unterschreibt bekommt einen Zinssatz von 3,15 %
Okt. – Dez.: Leistungs- oder Preisvorteil bei der R+V Versicherung

Kommen wir zu meinem persönlichen Favorit. Unser Engagement in der Region. Das sind meine Ideen:
- 150 ehrenamtliche Stunden
- Tierpatenschaft
- Kinderpatenschaft
- Engagement für Kindergärten und Schulen
- Skulptur   


Nun zu meiner Präsentation: absolutes Desaster oder voller Erfolg? In meiner Vorstellung bin ich vollkommen unvoreingenommen hinein gegangen, das heißt, dass ich kaum Aufregung spürte. Die Vorführung fand vor unserer Ausbilderin Frau Appelt und unseren Marketing-Experten Frau Zeuner und Frau Häußler und dem Marketing-Neuling Sarah statt. Da unsere Bank noch voll in der Renovierung steckt, war die Luft im Schulungsraum etwas knapp. Jedoch dachte ich mir nichts weiter dabei und fing an den Computer hoch zu fahren, fünf Handouts auszuteilen und meine Power Point zu öffnen. Als alle da waren ging es auch schon los. Nach der Vorstellung meiner kreierten Logos spürte ich schon, dass es mir immer schwerer fiel zu atmen. Es fühlte sich an, als würde ein 10 Zentner Metallglotz auf meinen Brustkorb drücken. Hinzu kam, dass ich extrem schwitzte. Das war der Moment, bei dem ich extrem nervös wurde, was ich von mir eigentlich nicht kannte. Dann brach ich mitten im Satz ab und sagte „ich muss jetzt das Fenster öffnen“. Gesagt getan und ich merkte, wie ich endlich wieder normal Luft bekam. Also konnte ich meine Präsentation etwas umfangreicher, als ich sie euch vorgestellt habe, vortragen. Nachdem auch das letzte Thema abgearbeitet war, kamen wir zur Auswertung! Zu meinem Glück fiel diese gar nicht mal so schlecht aus. Frau Häußler, unsere Marketing-Expertin wenn es um die Volksbank geht, hatte natürlich höhere Ansprüche als Frau Appelt. Also lobte sie mich anfangs und gab mir anschließend noch etwas Kritik mit auf den Weg. Sie fand, dass ich etwas zu wenig nach anderen Unternehmen recherchiert habe. Frau Zeuner sagte, zu meinem Erstaunen, dass sie positiv überrascht ist. Diese Aussage überströmte mich mit Glücksgefühlen. Auch Frau Appelt brachte nur erfreuliche Kritik an. Also Fazit: Es war eine Vorstellung die sich sehen lassen KANN. Zwischen absolutem Desater und vollem Erfolg, war es dann eher ein Zwischending. Bis bald, euer Dominik!

Mittwoch, 2. August 2017

Fliegender Wechsel!

Hallo liebe Azubi-Blog Leser,

es ist nun wieder eine Weile her, dass ich Euch über meine Studienexkursion nach Frankfurt am Main berichtet habe. Damals steckte ich noch mitten im zweiten Semester und die Bankenmetropole Frankfurt war unser Highlight im Mai. Im Juni hieß es dann auch erst einmal wieder Abschied nehmen von unserer BA, denn der praktische Teil unseres Semesters stand vor der Tür. Und damit wechselte auch ich wieder zu meinem Praxispartner, der Volksbank Eisenberg eG, um die Theorie in die Praxis umzusetzen. Damit kann man bestimmte Abläufe einfach besser verinnerlichen und schon Goethe sagte: „Grau ist alle Theorie“.

Da das Thema Kundenberatung auch das Thema des Moduls Bank meines Studiums war, wechselte ich parallel darauf abgestimmt in die Anlageberatung. Das bedeutete auch, dass mich wieder eine neue Herausforderung erwartete. Mit Kundenkontakt wurde ich ja bereits im Service konfrontiert. Dieser ist die erste Anlaufstelle für Kunden und dort wird man auch mit jeglicher Art von Fragen konfrontiert. In der Anlageberatung ist es nun schon etwas spezieller. Zunächst gilt es bei den Beratungen dabei zu sein und ein Gefühl dafür zu entwickeln. Erst dann bekommt man einen richtigen Einblick „hinter die Kulissen“ und erlebt ein Gespräch aus einem völlig neuen Blickwinkel. Mir persönlich geht es dabei auch immer so, dass ich die Worte des Beraters nun hinterfrage, um die Strategie zu erkennen. Denn wenn man als Kunde im Beratungsgespräch sitzt, lässt man sich meist vom Berater leiten und betrachtet wohl eher kaum die Beraterseite. Ziel dieser Praxisphase ist natürlich, dass man selbst Beratungen durchführt.

Am Anfang gestaltet es sich etwas schwierig die richtigen Worte zu finden und man ist dabei vor allem eins: mega nervös, denn man will ja nichts falsch machen und dem Kunden ein gutes Gefühl geben. Wichtig dabei ist die Bindung zwischen Kunde und Berater, da ein gewisses Vertrauen aufgebaut werden muss und der Kunde sich wohl fühlen soll. Aber: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und Übung macht den Meister, wie man so schön sagt :) . Denn nur durch die Praxis ist das Lernen möglich und man bekommt eine Routine. Am Anfang kostet es auf jeden Fall Überwindung, aber man ist umso stolzer, wenn man es geschafft hat .

In der Anlageberatung wird auch eine hohe Kenntnis über die Bankprodukte vorausgesetzt, denn nur so kann man aus der Vielzahl später das geeignete für den jeweiligen Kunden anbieten. Dazu werden dem Kunden im Verlauf des Gesprächs häufig einige Fragen, auch zu dessen Vorstellungen, gestellt. Eigene Vorstellungen des Kunden sind dabei besonders wichtig, um in seinem Interesse zu handeln. In der Anlageberatung wird alles rund ums Thema Anlage, wie es der Name sagt, bearbeitet. Das betrifft vom Bausparer über die Vollmacht bis zur Fondsberatung alles. Beim Bausparer gilt es den richtigen Tarif und die richtige Bausparsumme zu finden, bei einer Fondsberatung beispielweise gilt es den passenden Fonds zu finden. Dabei spielen Fragen wie: „Wie wichtig ist Ihnen Sicherheit?“ oder „Wie wichtig ist Ihnen Rendite?“ eine große Rolle.

Fondsberatungen finde ich immer besonders spannend, weil es ein sehr komplexes Thema ist und es eine Vielzahl von Fonds in verschiedenen Risikoklassen gibt. Und dann investieren die Fonds auch noch in unterschiedliche Instrumente, also Aktien oder Anleihen oder auch beides. Bei Fonds kann der Kunde auch eine Entscheidung bezüglich der geografischen Reichweite treffen. Wer beispielsweise Deutschland für geeignet hält, kann in einen deutschlandweiten Fonds investieren. Ist man eher europäisch oder global orientiert, ist auch dahingehend eine Spezialisierung möglich.

Klassische Anlagen sind derzeit eher schwierig aufgrund der aktuellen Zinspolitik. Aber das ist ja nichts Neues und Ihr habt das durch die Medien sicherlich auch schon oft genug gehört. Daher werden Alternativen eben auch immer wichtiger, um einen Ertrag zu erwirtschaften.


Wichtig hier in unserer Genossenschaftsbank sind uns natürlich unsere Mitglieder. Und so ist auch die Teilhaberschaft Thema in der Anlageberatung. Damit gehört den Kunden ein kleines Stück Bank und im Gegenzug erhalten sie auch noch eine Dividende. Dabei ist auch eine gute Pflege der Kundschaft wichtig und wir sind ein Ansprechpartner, der vor Ort ist. Wir informieren unsere Kunden so auch bei wichtigen Ereignissen wie wenn ein 18. Geburtstag ansteht. Dann ergeben sich nämlich nicht nur in vielen Lebensbereichen Neuerungen, sondern auch beim Thema Finanzen. Man kann dann auch endlich hier eigene Entscheidungen treffen, doch das ist auch mit Verantwortung verbunden.

Wichtig als zentrales Thema ist in der Anlageberatung auch die Kontoeröffnung oder ein Kontoumzug. Auch hier stellen wir dem Kunden einige Fragen, um das passende Kontomodell zu finden. Beim Kontoumzug übernehmen wir natürlich die Ummeldungen als Service für unsere Kunden. Rund ums Konto gilt es aber nicht nur das passende Modell zu finden, sondern auch Dinge wie Karten, Vollmachten oder OnlineBanking, um Bankgeschäfte bequem von zu Hause aus zu tätigen, sind wichtig. Außerdem bieten wir für unsere Kunden auch eine ganzheitliche Beratung an. Hier legen wir Wert auf die Ziele und Wünsche des Kunden. Er soll dadurch auch eine Übersicht über seine Finanzen erhalten. Der Kunde soll bei der Erfüllung seiner Wünsche Unterstützung erhalten und wir nehmen uns Punkt für Punkt vor. Wie Ihr seht, wird es nie langweilig und es warten stets neue Herausforderungen!

Bis bald,
Eure Chantal