Mittwoch, 21. September 2016

Mit großen Schritten dem Ziel Bankkauffrau/-mann entgegen!

Wieder einmal ist es soweit, dass ein neues Ausbildungsjahr für uns und vielleicht ein neues Schuljahr für euch, beginnt. Vielleicht beginnt für einige von euch auch ein ganz neuer Lebensabschnitt, da jetzt eure Lehre oder sogar euer Studium anfängt. Auch bei uns in der Volksbank geht  für zwei neue Auszubildende und eine BA-Studentin ein neuer Weg los, welche ihr hier auch bald kennenlernen dürft. Möglicherweise trefft ihr sie später auch einmal bei uns im Service der Bank, da sie, wie alle anderen Azubis, jede Abteilung in ihrer Ausbildung durchlaufen werden.
Für Basti, Sarah und mich geht es jetzt allerdings schon in das 3. Lehrjahr. Daran haben wir vor 2 Jahren um die Zeit noch lange nicht gedacht und nun ist es tatsächlich schon so weit. Ab jetzt wird es für uns drei ernst, da in diesem Jahr alle Prüfungen vor uns stehen. Dafür sollte man sich natürlich auch gründlich und am Besten schon mehrere Wochen bevor es wirklich ernst wird, vorbereiten. Das ist immer leichter gesagt als getan. Genau das haben wir vor unserer Zwischenprüfung auch gedacht und plötzlich war es dann auf einmal schon so weit. Das soll natürlich nicht heißen, dass wir uns darauf nicht vorbereitet haben, nur dachte man immer, dass das ja alles noch Zeit hat. Aber das Problem wird wohl jeder von euch kennen. 
Die Prüfungsvorbereitung findet bei uns aber nicht nur in der Schule und für uns selbst zu Hause statt, denn wie ihr wisst, fahren wir auch noch auf Seminare. Bei denen können wir noch einmal Fragen stellen und ganz viel Lernstoff festigen. Für die schriftliche und mündliche Prüfung gibt es auch extra noch zwei Seminare. In den beiden Seminaren wird eine schrifitliche und eine mündliche Abschlussprüfung, unter den gleichen Bedingungen, wie es später bei der IHK (Industrie- und Handelskammer) sein wird, simuliert. Gerade das finde ich gut, da bekommt man wenigstens schon einmal das Gefühl, wie es später bei den richtigen Prüfungen sein wird. Damit ihr euch die Abschlussprüfungen genauer vorstellen könnt, erkläre ich euch den Vorgang kurz. 
Die IHK-Prüfung besteht aus zwei verschiedenen Prüfungen, einer Mündlichen und einer Schriftlichen. In der mündlichen Prüfung müssen wir ein Beratungsgespräch durchführen. Dabei können wir aus zwei Themenbereichen wählen, wie zum Beispiel Kredit, Wertpapier oder ein Anlagegespräch. Dabei können natürlich, wie in echten Gesprächen, alle möglichen Fälle auftreten. In der schriftlichen Prüfung gibt es einen konventionellen und einen unkonventionellen Teil. Das heißt, dass bei dem einen Teil nur Antworten passend zur Frage ausgewählt werden müssen, die bereits vorgegeben sind und bei dem anderen Teil die Frage selbstständig in einem Textfeld beantwortet werden muss. Das ganze wird nach dem Ablegen der Prüfung dann ausgewertet und die Ergebnisse werden bekannt gegeben. Dann können wir uns auch endlich Bankkaufmann nennen.

In diesem Lehrjahr steht uns auch noch einmal ein vierwöchiges Praktikum bevor, genauso wie es auch zum Anfang unserer Ausbildung war. Dieses Praktikum findet diesmal allerding im Diakoniezentrum Bethesda in Eisenberg statt. Es handelt sich um ein Sozialpraktikum im betreuten Wohnen mit pflegebedürftigen Personen. Darauf bin ich auch schon sehr gespannt, da ich mir noch gar nicht so genau vorstellen kann, was mich dort erwarten wird. Wenn es dann so weit ist, werden wir euch natürlich auch über unser Sozialpraktikum berichten. So lange dauert es gar nicht mehr bis dahin, also seid schon mal gespannt! :)
 
Bis bald,
eure Saskia

Mittwoch, 7. September 2016

Die Ausbildungsnachweise


Liebe Blogleser,
heute wollte ich euch mal über ein Thema berichten das in unserer Ausbildung einen hohen Stellenwert hat und über das doch selten geredet wird. Es geht um den Ausbildungsnachweis. Der Ausbildungsnachweis ist ein wöchentlich geführter Bericht, der von uns Auszubildenden geführt wird bzw. geführt werden muss. Die Führung des Ausbildungsnachweises ist ein sehr wichtiger Bestandteil unserer Ausbildung und unserer Abschlussprüfung. Dabei sollte man den Ausbildungsnachweis immer akkurat, sauber und regelmäßig führen. Selbstverständlich sollte auch auf Rechtschreibung, Grammatik und Ausdruck geachtet werden. Dabei ist es wichtig, dass wir die Ausbildungsnachweise so schreiben, dass sie auch von Kunden verstanden werden könnten. Natürlich dürfen wir auch ab und an mal Fachbegriffe verwenden. Denn wie ihr euch vielleicht denken könnt nimmt der Bankkaufmann gerne mal einen Fachbegriff in den Mund und zeigt was er so kann. 
Der Ausbildungsnachweis besteht aus 3 Teilen. Im ersten Teil müssen die Azubis die vermittelten Kenntnisse dokumentieren. Das heißt wir dokumentieren jeden Tag unsere Tätigkeiten und wie lange sie gedauert haben. Dieser Teil ist auch wichtig für die Dokumentation unserer Arbeitszeit. Teil 2 und 3 bestehen aus einem Schwerpunktthema. Dieses Schwerpunktthema sprechen wir jede Woche mit unseren Ausbildungsbeauftragten ab. Ideal ist natürlich eine Tätigkeit aus dem Ausbildungsnachweis. 
In Teil 2 beschreiben wir dann wie wir das Schwerpunktthema bearbeitet haben. Der Text in diesem Teil soll so verfasst werden, dass man auch später nach der Ausbildung oder in Vertretungstätigkeit seinen Ausbildungsnachweis nehmen kann und die Tätigkeit ausführen kann. Ich schreibe mir dann gerne Arbeitsabläufe auf. Die Sparbuchausgabe ist z. B. ein sehr komplexer Vorgang, welcher auch nicht oft vorkommt. Falls er dann doch vorkommt kann ich den Vorfall schnell mit Hilfe des Ausbildungsnachweises bearbeiten. 
Im Teil 3 soll unser Ausbilder erkennen, dass wir das Schwerpunktthema verstanden haben. In diesem Teil sollen wir erklären warum wir die Dinge gerade so bearbeiten und warum das so wichtig ist. In diesem Teil soll unser Ausbilder erkennen, dass wir das Thema auch verstanden haben. Alles in allem ist der Ausbildungsnachweis eine komplexe, aber sehr sinnvolle Sache. Er kostet uns zwar manchmal Anstrengung und Nerven, bringt uns aber in der Ausbildung weiter voran. Nächste Woche kommen dann die neuen Azubis und ich freue mich schon drauf Ihnen unseren Ausbildungsnachweis zu erklären. 
Bis dahin, 
Euer Simon Zeiß