Dienstag, 26. Juli 2016

Alles schief gelaufen beim Videotraining zum Bausparen

Hallo ihr Lieben, wieder einmal melde ich mich zu Wort und dieses Mal gibt es keine so erfreulichen Nachrichten. Wie Ihr wisst haben wir einmal im Vierteljahr unsere Videotrainings. Im April war das Thema Bausparen an der Reihe. Letztes Jahr lief mein Gespräch über Bausparen nicht gut, da wir es in der Schule noch nicht hatten und nur mit unserem Bausparfuchs besprochen haben. Ich wusste noch nichts über die Verzinsung, über die verschiedenen Tarife und über die Kündigungsmöglichkeiten usw. Herr Prüfer hat uns die ganzen Förderungen gesagt und auch das Prinzip erklärt, aber man muss halt doch noch auf Kleinigkeiten weiter eingehen und das haben wir dann in der Schule gelernt bekommen. Allerdings liegt Bausparen in der Schule auch schon wieder ein Jahr zurück…da wird es schwer die Einkommensgrenzen benennen zu können. :o Bei diesem Videogespräch war Saskia meine Kundin und ich habe Berater gespielt. Saskia wollte sich von ihrer Oma die Wohnung ausbauen und schön machen und dafür brauchte sie Geld in ca. 7 Jahren. Das war unser Thema im Videogespräch. Als ich es dann endlich geschafft hatte, war ich froh. Endlich hatte ich das Bauspargespräch hinter mir. Mein Video ging ungefähr 12 Minuten. In der mündlichen Prüfung habe ich 20 Minuten zur Verfügung. Also hätte mich mein Prüfer noch acht Minuten über Bausparen ausfragen können. Als dann endlich der Tag der Videoauswertung kam, haben wir gemerkt, dass wir ganz schön daneben lagen. Wir haben die Guthabenszinsen und Darlehenszinsen vertauscht, die staatlichen Förderungen falsch ausgerechnet, Kündigungsmöglichkeiten nicht gewusst und und und… Da muss einiges aufgefrischt werden. Deshalb hatten wir noch einmal einen Termin bei unserem Bausparfuchs zur Auffrischung. Jetzt wissen wir wie die verschiedenen Tarife eingesetzt werden, z. B. der Fuchsspar dient eher als Sparvariante oder der Fuchsstart ist für Unentschlossene usw. Die Darlehenszinsen haben wir auch noch einmal aufgefrischt zusammen mit den staatlichen Förderungen. Man kann bei einem Bausparer Wohnungsbauprämie erhalten. Da bekommt man ca. 45 EUR also 8 % Förderung auf einen Betrag von 512 EUR. Durch die Bausparkasse erhält man Anfang des Jahres einen Zettel, mit dem man die Wohnungsbauprämie anfordern kann. Als nächste Förderung gibt es noch die Arbeitnehmersparzulage. Da bekommt man ca. 9 % auf 470 EUR. Das sind sehr viele Informationen, die wir noch einmal aufgefrischt haben durch Herrn Prüfer und uns selbst. Jetzt kann das nächste Bauspargespräch kommen. Viele Grüße, Sarah

Mittwoch, 13. Juli 2016

Ökostress!

Einen schönen guten Tag ihr fleißigen Leser, 
ihr denkt, Büroarbeiten sind immer einfach und entspannt? Fehlanzeige! Man hat auch ab und zu Aufgaben, die sehr stressig und anspruchsvoll sind. Da weckt es allerdings ganz klar meinen Ehrgeiz. So auch am letzten Freitag: Eigentlich lief alles ganz normal ab. Ich war im Kreditservice eingeteilt und half Frau Schubert den FAIRbraucherkreditantrag zu prüfen. Der FAIRbraucherkredit ist ein Kredit unserer EthikBank mit dem man verschiedenste Dinge finanzieren kann. Er schreibt im Gegensatz zum ÖkoKredit keine Verwendungszweck z.B. für ein Elektrofahrzeug vor. Diese Aufgabe ließ sich relativ entspannt abarbeiten. So verging die Zeit bis ca. um 11 Uhr und ich freute mich schon riesig auf den Nachmittag. An diesem durfte ich endlich wieder meinen Nebenjob antreten, meinen Verkäuferjob in der Radwelt Gera – Hermsdorf. Bitte wundert euch also nicht, wenn ihr mich auch dort ab und zu antrefft. Um 11 Uhr erhielten wir einen Anruf von Frau Schöne aus der Poststelle. Sie sagte uns, dass ein neuer ÖkoKreditantrag angekommen sei und wir diesen abholen können. Ab diesem Punkt wusste ich, dass es noch eine anstrengende Stunde bis zum Feierabend wird. Ich flitzte schnell nach unten, schnappte mir die Unterlagen und fing mit der Prüfung an. Mit dem ÖkoKredit kann man übrigens neben dem Elektroauto auch eine Solaranlage finanzieren. Der Kreditbetrag muss dabei zwischen 10.000 € und 40.000 € liegen. 
Am Anfang einer jeden Kreditprüfung schicken wir eine Bestätigungsmail an unseren Kunden. In dieser steht, dass wir den Kreditantrag erhalten haben und diesen in einer bestimmten Zeit prüfen. Der ÖkoKreditantrag muss innerhalb eines Tages komplett geprüft sein. Da wir am Samstag nicht arbeiten, musste dieser Antrag innerhalb einer Stunde vollständig bearbeitet werden. Meine letzten Prüfungen dauerten bisher bis zu einem halben Tag. Da war Teamwork gefragt! Frau Schubert und ich prüften anhand unserer Checkliste die wichtigen Punkte zur Kreditvergabe. Dabei spielt die Errechnung des Kapitaldienst, die Schufa-Auskunft aber auch das wahrheitsgemäße Ausfüllen des Kreditantrages eine wichtige Rolle. Wir waren wirklich nach einer einzigen Stunde fertig! Ich war richtig stolz auf uns. Abschließend konnten wir das Ganze dann leider doch nicht bearbeiten, da unser Kunde nicht erreichbar war und wir noch die letzten Unstimmigkeiten klären mussten. 
Am Montag nahm ich dann erneut den Hörer in die Hand und probierte es noch mal. Das Ergebnis des Telefonats schockte mich dann erstmal. Unser Antragsteller war vom Erwerb des Elektroautos zurückgetreten und wollte den Kreditantrag zurückziehen. Für umsonst war es allerdings nicht. Es war eine sehr gute Übung für mich. In diesem Bereich fühle ich mich mittlerweile richtig fit. Ich wette, dass ich im nächstem Beitrag eine ebenso spannende Story für euch parat habe. 
Eine schöne Zeit, euer Basti.

Donnerstag, 7. Juli 2016

Ein zweiwöchiges Auskundschaften in einem völlig neuen Bereich!

Viele fragen sich, wieso muss ich wissen, welche Aufgaben und Tätigkeiten andere Mitarbeiter durchführen? Das ist ganz einfach. Ich bin in einer technischen Abteilung, in der bank21, unsere Bankenanwendung, eine wichtige Anwendung für alle Mitarbeiter ist. Darüber hinaus ist es wichtig zu wissen, welche Schritte und welche Prozesse zum Abschließen von Aufgaben, wie zum Beispiel die Kontoeröffnung oder die Kontolöschung vollführt werden. Wenn es dann Probleme in genau diesem Arbeitsschritten (Kontoeröffnung) gibt, dann muss ich wissen, wie so etwas in bank21 bearbeitet wird. Das heißt, welche Eingaben (Adresse, Kundenstamm) werden nacheinander genutzt um zum Ziel zu kommen? Ich erinnere mich zurück, als ich im Bereich Marktfolge-Passiv war. Nun weiß ich die Problemlösung und kann den Mitarbeitern helfen. Dabei können neue Kompetenzen (Rechte um die Arbeitsschritte auszuführen) helfen oder es ist ein Eingabefehler, wie zum Beispiel ein falscher Wert in einem Eingabefeld, welcher korrigiert werden muss. Das kann man sich ähnlich vorstellen, als wenn du dein Passwort für irgendeinen Account ändern möchtest und nicht beachtest, dass es mindestens acht Zeichen haben muss und du trotzdem nur sechs Zeichen eingibst. 

Doch genug mit dem Beispiel-Wahnsinn :-). Wer hätte es wohl gedacht, ich bin tatsächlich für zwei Wochen im Bereich Marktfolge-Passiv, um genau das oben Beschriebene anwenden zu können. Ich durchstreife dabei die wichtigsten Tätigkeiten bei den Mitarbeitern, bei denen ich eingesetzt bin. Die Marktfolge-Passiv umfasst einen riesigen Bereich, welcher sich in verschiedene Arbeitsumgebungen, wie die Kontoführung, die Depotführung, die Kontoeröffnung und den Kartenservice aufteilt. Wenn ihr euch vorstellt, dass ich nur herumsitze und nichts mache, dann habt ihr euch gewaltig getäuscht! Ich zeige es euch doch am Besten anhand der Aufgaben in der Depotführung. Dies ist ein Bereich, welcher sich mit Kontoauflösungen, Kreditkartengebühren, Kreditkartenlöschungen, Riester-Verträgen und natürlich auch den Wertpapier-Geschäften auseinandersetzt. Auch hier schreibe ich mir die wichtigsten Teilschritte immer mit. Die Teilschritte der Aufgabe Kontoauflösung werden zum Beispiel wie folgt abgearbeitet: Zuerst muss der Kunde und dessen Konto welches er kündigen möchte herausgefiltert werden, nun erfolgt die interne Bearbeitung wie zum Beispiel die Kommunikationsdaten löschen, das Newsletter-Abo löschen und die eigentlichen Kontodaten löschen. Dabei müssen Gebühren verrechnet werden. Diese ziehen wir bei vorhandenem Guthaben auf dem zu löschenden Konto direkt ein oder die Kunden ermächtigen uns zu einem Lastschrifteinzug per SEPA-Lastschriftmandat auf einem von ihm genannten Konto. Noch bestehende Guthaben müssen natürlich ebenfalls verrechnet werden. Zum Abschluss bestätigen wir unserem Kunden die Löschung der Konten. 
Ich kann aus meiner Sicht sagen, es ist unheimlich interessant wie unsere Mitarbeiter ihre Tätigkeiten nachgehen. Umso mehr macht es Spaß, diese ein Mal selber auszuführen, erst dann kann man effektiv lernen. Zwei Wochen sind meiner Meinung nach etwas kurz, aber ich denke die Zeit reicht aus alle wichtigen Schritte einmal auszuführen, zu verinnerlichen und nicht wieder zu vergessen. Die Depotführung war für mich bis jetzt die Spitze des Eisbergs und damit sehr interessant. Die anderen Bereiche (Kartenservice und Kontoführung) fand ich natürlich ebenfalls sehr abwechslungsreich. Somit bin ich schon fast am Ende meiner Reise durch die Marktfolge-Passiv :-). Für mich ein eindeutiges Happy End! Damit verabschiede ich mich und gehe meine alltäglichen Aufgaben (Mitarbeitersupport) in der EDV nach. 
Viele Grüße, Daniel Fietsch.