Donnerstag, 30. Juni 2016

Verletzungsgefahr

Hallo liebe Blogleser und –leserinnen, 

„Sport ist Mord“, kann ich euch sagen. So wurde auch ich vom Verletzungspech verfolgt. Bei meinem letzten Fußballspiel bekam ich einen Tritt in die rechte Wade. In dem Moment empfand ich das noch alles als harmlos. Durch eine innere Blutung schwoll der Wadenmuskel leider so an, dass ich nicht mehr laufen konnte. Am Sonntagvormittag hieß es also ab in die Notaufnahme und danach den Krankenschein für die nächste Woche abholen. Eine Krankschreibung durch die Eltern ist in der Ausbildung oder bei späteren Anstellungen nicht mehr möglich. Dies muss ein Hausarzt übernehmen. Der ausgestellte Krankenschein muss dann so schnell wie möglich dem Arbeitgeber vorgelegt und an die jeweilige Krankenkasse gesandt werden. Diese Krankschreibung kam für mich nicht wirklich vorteilhaft, da wir in den Berufsschulwochen steckten. Da verpasst man schon ganz schön was. Um beim Unterrichtsstoff dranzubleiben, habe ich mir die Tafelbilder schicken und die durchgenommenen Themen nennen lassen. So setzte oder eher legte ich mich jeden Tag mit meinem Grill, welches unser Schulbuch darstellt, hin und lernte. 
Im Lernfeld Markt und Preis war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) unter anderem ein großes Thema. Dieses BIP gibt den Gesamtwert aller Güter, das heißt Waren und Dienstleistungen an, die innerhalb eines Jahres innerhalb der Landesgrenzen einer Volkswirtschaft hergestellt wurden. Wichtig ist, dass man bei der Berechnung des BIP die Vorleistungen abzieht. Vorleistungen sind die Herstellung von Gütern oder das Vorhandensein von Zwischenprodukten, um weitere Dienstleistungen anbieten oder andere Produkte herstellen zu können. Bei der Herstellung einer Autofelge beispielsweise muss vorher ein Rohling angeschafft werden, welcher in weiteren Arbeitsabläufen verarbeitet wird. Die Arbeit der Deutschen im Ausland wird ebenfalls nicht im BIP erfasst, da die Dienstleistungen oder Endprodukte nicht in Deutschland angeboten oder hergestellt werden. Dafür zählt die Arbeit der Ausländer in Deutschland dazu. Das BIP wird immer für ein Jahr rückwirkend berechnet. 2015 betrug es in Deutschland rund 3,03 Billionen Euro. Weltweit betrug es 74,55 Billionen US-Dollar. Das weltgrößte BIP haben dabei die USA, gefolgt von China. Durch diese Größen kann man das ganze Maß der wirtschaftlichen Leistung in einer Volkswirtschaft erkennen und mit anderen, bzw. Vorjahren vergleichen. 
In den anderen Lernfeldern gab es natürlich auch einiges zu tun. In Rechnungswesen sind wir näher auf die Kosten- und Erlösrechnung eingegangen. Das Ganze ist auch für mein späteres Leben ziemlich wichtig und umso mehr ärgere ich mich, nicht im Unterricht dabei gewesen zu sein. 
Ich hoffe, dass ich in Zukunft nichts mehr verpasse und den Unterrichtsstoff trotz meines Fehlens korrekt nachholen konnte. 

Ich wünsche euch eine schöne Sommerzeit. Passt beim Sport auf und verletzt euch nicht. Liebe Grüße, euer Basti

Dienstag, 21. Juni 2016

Mein Praktikum


Hallo, mein Name ist Tim und ich bin 15 Jahre alt. In den 2 Schulpraktikumswochen habe ich mich für ein Praktikum bei der Volksbank Eisenberg entschieden. Ich habe mich hier beworben, weil ich den Beruf „Bankkaufmann“ später eventuell erlernen möchte. Ich habe mich direkt für diese Bank entschieden, weil die Volksbank Eisenberg viele ethische Projekte unterstützt. 2002 gründete die Volksbank  sogar eine ethisch-ökologische Direktbank, die „EthikBank“. Besonders beeindruckt hat mich dabei das Frauenprojekt in Afghanistan. Das ist eins der drei großen Förderprojekte der Volksbank und EthikBank. Deren Ziel ist es Frauen vom Kindergarten bis zur Hochschulreife eine solide Ausbildung zu ermöglichen.


Aber nun mehr vom Praktikum: 

Als ich am ersten Praktikumstag die Bank betrat, wusste ich dass die Nervosität umsonst war! Jeder meiner Kollegen begrüßte mich sehr freundlich und war immer hilfsbereit. Und dann hieß es ab zur Postabteilung! Ich konnte mir ungefähr schon denken was so die Aufgaben der Abteilung sind aber diese Vorstellung hat mich bei weitem übertroffen! Mein Gedanke war, dass in der Postabteilung nur Briefe geöffnet und versendet werden. Aber dazu gehört noch viel mehr. Dort werden Bestellung jeglicher Art vorgenommen, Briefe frankiert etc. Danach stand Marketing/der Zentrale Vertrieb an. Da habe ich gelernt wie das Beschwerdemanagement, die Kampagnen usw. ablaufen.
Am nächsten Tag ging es ab in die Beratung. Mir ist schon klar, dass ich noch keine Beratungsgespräche selbst führen kann. Deswegen konnte ich der Beraterin nur zuschauen. Die restliche Zeit verbrachte ich im Servicecenter. Da habe ich Überweisungen kontrolliert, Geld von Sparbüchern umgebucht und vieles mehr. 

Mein Praktikum hat mir sehr gefallen und ich würde es jedem empfehlen der diesen Beruf eventuell erlernen möchte.
Hoffentlich werden wir uns in Zukunft öfters sehen. 
Viele Grüße, Tim

Mittwoch, 15. Juni 2016

Endlich ist es so weit,…

…nie wieder warten auf Bus, Bahn oder Mama. Jetzt bin ich endlich 18 und muss mich nach niemandem mehr richten, denn Autofahren darf ich jetzt selbst. Jeder von euch kann, denke ich, verstehen wie nervig es ist, sich ständig von der Schule oder von der Arbeit abholen lassen zu müssen oder auf den Bus zu warten. Deswegen freut man sich umso mehr, wenn man endlich alleine fahren kann. Besonders daran merkt man, dass der 18. Geburtstag nicht wie jeder Geburtstag ist. Unsere Kollegen kamen aus dem Händeschütteln schon gar nicht mehr raus, da Sarah, Basti und ich innerhalb von 2 Wochen Geburtstag haben. So gab es also den ganzen Monat etwas zu feiern in der Bank. ;)
Als endlich der Tag da war und ich früh zum ersten Mal alleine auf Arbeit fahren durfte, war das natürlich schon was anderes als sonst immer. Ich kam auf Arbeit an und gleich standen auch schon alle Mitarbeiter aus meiner Abteilung, der Marktfolge Passiv, bereit und haben mir ein Geburtstagslied vorgesungen. Darüber habe ich mich natürlich sehr gefreut. Und als Belohnung, weil alle so schön gesungen haben, gab es danach Kuchen. Nicht nur mit einem Lied wurde ich an dem Tag überrascht, sondern auch mit etwas Farbe im Arbeitsalltag. ;)
Überall auf meinem Arbeitsplatz waren Luftschlangen verteilt (wie ihr auch auf dem Bild sehen könnt). Das war übrigens auch mein letzter Tag in der Marktfolge Passiv. Man sagt ja immer „das Beste kommt zum Schluss“ und es war auch wirklich ein schöner letzter Arbeitstag in dieser Abteilung. Wobei mir die restliche Zeit dort auch sehr gefallen hat. Gerade weil ich dort nun eine sehr sehr lange Zeit war und auch alle Bereiche kennengelernt habe. Dadurch wurde nicht nur alles kurz angerissen, sondern ich konnte alles was zu den alltäglichen und auch selteneren Aufgaben dazugehört erfahren und vor allem auch selbstständig bearbeiten. 
Zu den Bereichen der Marktfolge Passiv gehören die Datenkontrolle, die Depotführung, der Kartenservice, die Kontoführung sowie die Kontovorbereitung. Überall lernt man interessante Dinge kennen, da alles miteinander zusammenhängt und man mit der Zeit alles immer besser nachvollziehen kann. Es kommt mir immer vor wie ein Rätsel, überall bekommt man ein paar Hinweise aus denen man sich dann zum Schluss die Antwort zusammenbasteln kann. In Kontovorbereitung fängt sozusagen alles an. Dort kommen die Kontoeröffnungen als erstes an. Dort werden die Unterlagen auf Vollständigkeit überprüft und eventuell noch fehlende Unterlagen angefordert. Das ist also der „organisatorische“ Bereich der Marktfolge. Es werden also alle Vorbereitung getätigt, um den Kontovertrag zur Bearbeitung an die Kontoführung zu geben. Die Kontoführung eröffnet die Konten und kümmert sich um alle Dinge, die der Kunde sonst noch zu seinem Konto wünscht, wie z. B. die Einrichtung des Online-Banking. All die Dinge, die von der Kontoführung eingegeben und am Konto hinterlegt werden, kommen in die Datenkontrolle. Dort werden alle Eingaben noch einmal überprüft, damit möglichst alles Fehlerfrei im System eingegeben wurde und es in der Zukunft keine Probleme gibt. In der Datenkontrolle landen alle Änderungen oder Anlagen die hinterlegt werden. Aber auch der Zahlungsverkehr unserer Kunden wird dort überprüft, um eventuelle betrügerische Zahlungen aufzudecken. Weiter geht es dann mit der Depotführung in der, wie es der Name schon sagt, die Wertpapiere unserer Kunden geführt werden. Dieser ist auch ein sehr komplexer Bereich, da das Thema Wertpapiere an sich auch schon ziemlich umfangreich ist. Neben der Verwaltung der Wertpapiere werden dort aber auch Freistellungsaufträge bearbeitet und Mitgliedschaften, welche man bei unserer Bank erwerben kann, geführt. Der letzte Bereich ist der Kartenservice. Auch hier kann man sich schon allein durch den Namen denken, was dort übernommen wird. Bearbeitet werden hier vorwiegend alle Dinge die mit den von unserer Bank angebotenen BankCards oder Kreditkarten zusammenhängen. Dazu gehören unter anderem Kartenschadensfälle sowie die Anlage und Kündigung der Karte.
An manchen Tagen habe ich sogar schon die Vertretung für Mitarbeiter übernommen und Arbeitsplätze ganz allein geführt. Das war teilweise etwas anstrengend, hatte aber auch einen guten Lerneffekt, da man die Aufgaben selbst lösen musste und über alles viel intensiver nachgedacht hat. Aber wenn man mit irgendwas gar nicht weiterkam, war trotzdem immer jemand da, der einem weitergeholfen hat. Ab jetzt bin ich im Online-Banking und darf dort alles rund um unsere Online Filiale kennenlernen. Ich bin schon gespannt, was mich dort alles erwarten wird. Das war’s heute erstmal von mir.
Ich wünsche euch noch eine schöne Woche.

Bis dahin, eure Saskia :)

Mittwoch, 1. Juni 2016

Meine erste Lehrunterweisung

Seit August letzten Jahres bin ich nun schon Azubi in der Volksbank Eisenberg eG und wie ihr wisst, zeichnet sich unsere Ausbildung durch ausbildungsbegleitende Seminare und Ausbildungsveranstaltungen aus. Die Ausbildungsveranstaltungen sind unsere vierteljährlichen Videogespräche in Vorbereitung auf die mündliche Prüfung und unsere Lehrunterweisungen. 
Da ich jetzt schon seit August jeden 1. Montag im Monat meinen Azubi-Kollegen bei ihren lehrreichen Lehrunterweisungen zuhöre war es nun auch für mich an der Zeit, meine erste Lehrunterweisung zum Thema Zahlungsverkehr vorzutragen. Anfangs stellte ich mir dieses Unterfangen ziemlich einfach vor, ungefähr so, wie wenn man einen Vortrag in der Schule hält. Doch es stellte sich heraus, dass viel mehr dahinter steckt. Die Themengebiete unserer Lehrunterweisungen sind vielseitig und umfangreich, sodass ich mich über Ostern ranhalten musste, um die Präsentation fristgerecht halten zu können. Für den Vortrag musste eine PowerPoint Präsentation angefertigt werden (hierbei halfen mir vor allem meine Erfahrungen mit dem Programm) und es musste zudem auch noch ein Handout für die Zuhörer angefertigt werden. 

Die fachlichen Gebiete zum Thema Zahlungsverkehr gliederten sich auf in die Zahlungsarten, Reisezahlungsmittel, Karten, Auslandszahlungen und rechtliche Bestimmungen. Zum Thema Zahlungsarten habe ich die drei verschiedenen Zahlungsverkehrsarten vorgestellt. Dabei bin ich auf die Barzahlung, den halbbaren Zahlungsverkehr und die durchgehend zunehmende Zahlungsart der bargeldlosen Zahlung eingegangen. Zum bargeldlosen Bezahlen gehören natürlich auch Karten. Bei der Lehrunterweisung stellte ich die Bankkarte der Volks- und Raiffeisenbanken, die VR-BankCard vor. Mit dieser Karte kann man beispielsweise an über 19.000 Geldautomaten deutschlandweit Bargeld kostenlos abheben, an elektronischen Kassen bezahlen oder am Kontoauszugsdrucker seine Kontoauszüge abholen. Des Weiteren stellte ich das Kreditkartenangebot der Volks- und Raiffeisenbanken vor. Gerade für junge Leute ab 12 Jahren ist die kostenlose BasicCard interessant. Mit der guthabenbasierten Kreditkarte kann weltweit bargeldlos an einer Kasse oder in Online-Shops bezahlt werden. Auf unserer Internetseite findet ihr eine Überblick über das Kartenangebot der Volksbank Eisenberg. Dann kam ich zu den Auslandszahlungen. Hierbei ist natürlich ein toller Fakt, dass die Kunden unserer Bank ihr Geld bei uns in fremde Währungen eintauschen können, um damit bar im Ausland bezahlen zu können. Ich habe natürlich auch erläutert wie Auslandszahlungen funktionieren und wie der Weg den dabei das Geld geht um beim Empfänger zu landen, funktioniert. Dabei bin ich auch auf die bekannte SEPA-Überweisung eingegangen. Zahlungen mittels Scheck ist auch ein wichtiges Thema gewesen. 

Auf die Lehrunterweisung habe ich ein durchweg positives Feedback bekommen, was mich in meinen Anstrengungen bestätigte. Die Form meines Handouts hätte aber in ihrer Form besser seien können. Die Lehrunterweisungen sind zwar in der Vorbereitung sehr zeitintensiv, aber doch durchaus eine gute Lernhilfe auf die IHK-Prüfung. Nun bin ich zum Seminar: Zahlungsverkehr in Baunatal. Ich hoffe, dass ich mich nach Seminar und Lehrunterweisung als echter „Zahlungsverkehr-Profi” behaupten kann. 
Viele Grüße aus Baunatal, Euer Simon