Mittwoch, 25. November 2015

Ausflug nach Rockau

Hallöchen liebe Blogleserinnen und –leser,

was ich anstatt meinen gewohnten Feierabend zu genießen, abends in Rockau so treibe, fragt ihr euch? Da gibt es eine einfache Antwort: Die Technik streikt! Was geschah und wie ich diese Situation ohne funktionierende Geräte meisterte, will ich euch nun mal erzählen.

Dieser Donnerstag begann eigentlich wie jeder Andere. Da ich ja nun die Azubi-Geschäftsstellen eigenverantwortlich an den Azubi-Tagen übernehme, startete ich in Bürgel. Dort lief alles ganz routiniert ab. Ich kümmerte mich um meine Kunden, buchte Geldbeträge um, zahlte auch mal die eine und andere Summe aus. Doch bis zur Schließung, mittags, ereignete sich noch nichts aufregendes.
Nach dem Wechsel zur Geschäftsstelle in Schkölen richtete ich dort meinen Arbeitsplatz ein. Dazu gehört der Aufbau des Bediener-PC´s, das Anschalten des Druckers und das Rausstellen der Gläser und Getränke für die Kunden. Dann kamen auch schon die ersten Kunden, welche allerdings wieder nur die gewohnt alltäglichen Aufträge an mich, wie das Nachtragen der Sparbücher oder die Weiterleitung von Unterlagen an unsere Hauptfiliale in Eisenberg, hatten. Diesen Kunden konnte ich natürlich sofort weiterhelfen.
Dann kam auch schon eine freundliche Dame mit ihrem Sohn zu mir. Der junge Mann wollte eine neue PIN bestellen, da seine Alte verloren gegangen war und wir diese aus Sicherheitsgründen auch nicht einsehen können. Also öffnete ich unser Bankprogramm, in dem alle unsere Formulare eingespeichert sind, das VR-Berater. Ich öffnete den Reiter für PIN-Neubestellungen und nahm alle notwendigen Eingaben vor. Ich gab die allgemeinen Adressdaten des Kunden, aber auch Daten zum Konto und der Karte selbst ein. Unser Partner „CardProcess“ benötigt diese Infos, da sie die PIN der richtigen Karte zuordnen müssen. Kurz darauf klickte ich auf den Button „Drucken“. Nichts geschah.Nach einem Reparationsversuch meinerseits tat sich ebenfalls nichts. Da die Kunden noch ein paar Erledigungen machen mussten, schickte ich sie weg mit der Bitte, danach noch einmal in die Filiale zu kommen. In dieser Zeit rief ich unseren Technikexperten Herrn Grosser in Eisenberg an, damit dieser den Drucker per Fernwartung in Gang setzen konnte.
Dies dauerte allerdings eine knappe Viertelstunde. Durch die Fernwartung konnte ich für diese Zeit keinerlei Geräte benutzen. So warteten nun mittlerweile schon drei Personen auf die Erledigung ihrer Aufträge.
Da ich auch für die Funktionsfähigkeit der Technik auf der Geschäftsstelle in Schkölen verantwortlich war, kam ich zu dem Entschluss, meine Kunden ohne das Formular für die PIN-Neubestellung nach Hause zu schicken und ihnen die Unterlagen zu bringen. Ich schrieb mir noch kurz die Adressdaten auf und ließ mir den Weg erklären, da ich mich als Köstritzer mal so gar nicht in Richtung Rockau auskenne. Den Ortsnamen kannte ich bisher nur von meinem Hobby, Fußball. Danach habe ich erstmal die Aufgaben abgearbeitet, die die anderen Kunden mir aufgegeben haben. Um Rockau auch wirklich zu finden, ließ ich mir von Herrn Grosser einen Screenshot von einer GoogleMaps Wegansicht schicken. Gegen Feierabend räumte ich dann alles zusammen, schloss die Geschäftsstelle ab, sicherte sie und machte mich auf den Weg.
Trotz Karte bog ich in Wetzdorf eine Straße zu früh ab und musste einer langen Straße durch den Wald über mehrere Hügel und kleinere Täler folgen, weil ich keine einzige Wendemöglichkeit finden konnte. Irgendwann dann hatte ich es aber bis nach Rockau geschafft. Die nächste Hürde kam aber noch.
In Rockau sind alle Hausnummern durcheinander! So hatte ich meine Mühen, die Richtige zu finden. Nach einem wirren durchfragen bei allen möglichen Dorfbewohnern stand ich dann endlich vor dem Haus. Nach meinem Klingeln kam keine Reaktion. Da die Formulare wichtige Bankunterlagen waren und auf gar keinen Fall an Dritte weitergegeben werden dürfen, musste ich mir etwas überlegen. Nach einem überaus freundlichen Gespräch gab mir die Nachbarin dann einen Briefumschlag, damit ich die Formulare in den Briefkasten werfen konnte. Erst dann konnte ich mich auf den Heimweg machen.

So saß ich dann 19.45 Uhr beim Abendessen, total ausgelaugt und wochenendbereit. Ich konnte aber mit gutem Gewissen behaupten, dass ich an dem Tag einen Top-Service abgeliefert habe.

Mit etwas Glück komm ich ja auch mal bei euch vorbei.
Eine schöne Woche, euer Basti

Mittwoch, 11. November 2015

Das erste Mal Berufsschule

Hallo liebe Blog-Leser, ich melde mich nach langer Zeit hier wieder zurück und in dieser ist einiges passiert. Nachdem ich meine ersten 4 Wochen in der Volksbank war, war nun Berufsschule angesagt. Ich kannte ja schon einige Mitschüler meiner Klasse vom Einführungstag, doch nun sind wir von 19 auf 26 Schüler angewachsen, da wir jetzt noch einige Auszubildende aus der Berufsschule in Jena dazu bekommen haben. Die ersten zwei Wochen in der Berufsschule waren eine echte Herausforderung für mich. Ich hatte es mit vielen neuen Personen zu tun und mit viel neuem Lehrstoff. Als erstes fingen wir mit Lernfeld 1 an, den „Rechtlichen Rahmenbedingungen“. Dort lernten wir bis jetzt kennen, was Rechtsgebiete, Rechtsquellen und Rechtssubjekte sind. Des Weiteren lernten wir in Lernfeld 2 und 3 die Kontoarten und das Thema „Inventur, Inventar, Bilanz“ kennen. Für mich war es zuerst sehr anstrengend, da viel Wissen schon vorausgesetzt wurde, doch bei dem ein oder anderen Thema konnte ich mein Wissen schon mit einbringen. Zum Beispiel bei der Bilanz kannte ich mich schon etwas aus, da wir dieses Thema damals im Wirtschaft und Recht Unterricht an meiner ehemaligen Schule behandelt hatten. Nach intensivem Lernen waren meine Zensuren nach den ersten Klassenarbeiten allesamt gut. Das zeigt wieder, dass sich das Lernen doch lohnt. Zum Ende der Berufsschulwoche habe ich mich dann für einen Vortrag in Englisch gemeldet. Das Thema dabei war „corporate identity“. Kurz zur Erklärung: „corporate identity“ ist die Unternehmenskultur einer Firma oder eines Unternehmens. Corporate identity regelt zum Beispiel das äußere Verhalten der Mitarbeiter, das Erscheinungsbild und Auftreten eines Unternehmens. Bei uns in der Volksbank Eisenberg zeichnet sich corporate identity durch unsere Unternehmensphilosophie, unsere Verhaltensnormen, unser Beschwerdemanagement und unsere Bankkleidung aus. Ein gutes Beispiel ist auch unser Volksbank-Logo, welches nun wirklich jeder kennt. Den Vortrag vorzubereiten war an sich kein Problem, ich hatte nur etwas Angst ihn zu halten da er komplett auf Englisch war, doch es zeigte sich, dass ich auch diese Hürde überwand, denn der Vortrag wurde mit einer 1 bewertet. Darauf lässt sich doch nur aufbauen. Alles in allem macht mir die Berufsschule Spaß, ist aber auch mitunter sehr anstrengend, denn wir werden dort gut gefördert aber auch gefordert. 
Die 3 Wochen vergingen dann allerdings doch recht schnell und ich darf mich endlich auf eine neue Abteilung und einen neuen Themenbereich fixieren. Jetzt heißt es direkter Kundenkontakt, älteren Damen oder Herren bei Überweisungen weiterhelfen, Umbuchungen vornehmen, und vieles mehr. Quasi sind wir Ansprechpartner zu allen Bankangelegenheiten und müssen für den Kunden immer eine passende Lösung finden. 

Wenn Ihr Fragen zu eurem Konto habt oder Probleme auftreten, meldet euch bei mir! Ich helfe gern weiter. Viele Grüße, euer Simon

Donnerstag, 5. November 2015

Wie bekomme ich einen Ökokredit?

Hallo ihr Lieben, 
 
nun ist mein Urlaub vorbei und ich gehe wieder arbeiten. Die Zeit vergeht einfach viel zu schnell. Unser neuer Azubi ist auch schon wieder von seinem Praktikum zurück und wir sind endlich nicht mehr die „Kleinen“ in der Bank. ;)

Seit Mittwoch bin ich in meiner neuen Abteilung und bis März heißt es nun: Kredite und alles was dazu gehört. Die Kollegen hier sind cool. Der Spaß kommt hier keines falls zu kurz. Schon am dritten Tag gab es ein ausgeprägtes Frühstück, da wir ein sehr gutes Kreditvolumen für dieses Jahr erreicht haben. Es lagen Schnittchen für uns bereit und Fleischsalat stand auch schon da. Es war richtig lecker und ein toller Einstieg in den Tag. 
Im Moment bearbeite ich unsere Ökokredite. Diese werden nur in unserer Tochterbank, der EthikBank, angeboten. Dabei achten wir darauf, dass die Verwendung ethisch-ökologisch ist z. B. für eine Solaranlage, eine Photovoltaikanlage, ein E-Auto usw. Letzte Woche erst wollte sich ein Kunde seinen Porsche in ein E-Auto umwandeln lassen. Da denkt jemand wirklich ökologisch! Eigentlich kauft man sich einen Porsche, weil er Soundgeräusche machen soll, aber unser Kunde achtet lieber auf die Umwelt! Für solche Projekte ist unser Ökokredit genau das Richtige. Die Kreditentscheidung für unseren Ökokredit dauert einen Bankarbeitstag. Unser Kunde schickt uns seinen Antrag mit der Post, dann prüfe ich seine Zahlungsfähigkeit und die Vollständigkeit der Unterlagen und kann meine Kreditentscheidung vergeben. Am längsten dauert die Postlaufzeit zwischen unserem Kunden mit dem Kreditvertrag. Ich sende ihm den Vertrag zu, diesen muss er dann unterschreiben und an uns zurück schicken. Wir prüfen nochmals die Unterschriften, eröffnen das Darlehenskonto, unterschreiben selbst und schicken die Ausfertigung für den Kunden zurück.  
Also ihr merkt schon, es ist ein hin und her zwischen Kunden und uns, bis so ein Vertrag endlich zustande kommen kann. Da die EthikBank aber keine Filialen hat weil sie eine Direktbank ist, muss alles auf dem Postweg erledigt werden. Da muss alles seine Richtigkeit haben und wir wollen auch nichts falsch machen. Seit zwei Wochen darf ich nun Ökokredite bearbeiten und es macht mir Spaß. In der Direktbank stehen die Kunden nicht vor uns, also muss ich mir ein Bild von unseren Kunden machen und möglichst viele positive Punkte suchen. ;) Kommen mehr negative Fakten auf oder gar ein ganz schlechter Fakt, müssen wir den Kredit leider ablehnen. Es sind manchmal gute Projekte dabei die wir leider ablehnen müssen, da die Schufa schlecht ist oder die Zahlungsfähigkeit nicht gegeben ist. Aber nun heißt es für mich erst mal zwei Wochen Schule. Da kann ich mehr über Kredite lernen, denn das kommt jetzt im 2. Lehrjahr dran.

Viele Grüße
Sarah