Dienstag, 19. November 2013

Training für den großen Tag

Hallo liebe Blogger,
 
wenn man unsere Blog-Beiträge liest, denkt man bestimmt, dass es bei uns Azubis der Volksbank Eisenberg nie langweilig wird. So kommt es mir zumindest vor. Vielseitiger Einsatzplan, Betriebsausflüge, soziales Praktikum im Altersheim. Dabei dürfen wir Azubis im 3. Lehrjahr jedoch nicht vergessen, dass wir uns langsam auf unsere Abschlussprüfungen vorbereiten müssen. Damit wir dies nicht aus den Augen verlieren, findet mindestens ein Mal pro Monat eine Lehrunterweisung oder Videoauswertung statt. 
 
So haben in der letzten Woche so genannte "Live-Gespräche" stattgefunden. Das war eigentlich nichts anderes als die Probe einer mündlichen Abschlussprüfung. Nur anstatt des Kunden, später gespielt durch die Prüfer, saß Mitazubi Lukas an meinem provisorischen Beratertisch. Und anstatt der Prüfungskommission waren unsere Ausbilderin Frau Appelt, Kreditservice-Leiter Herr Meyer und alle andere Azubis anwesend. 
 
Als ich meinen Fall bekommen habe, brach Panik aus. Ein junger Kunde hatte vor 3 Monaten eine feste Arbeitsstelle bekommen und wollte einen Kredit von 20.000 EUR für einen Motorradkauf aufnehmen. Ich blickte die Ausgangssituation durch und verstand, dass es mit großer Wahrscheinlichkeit zur einen Absage kommen würde. Die möglichen Voraussetzungen für eine Zusage waren folgende: einwandfreie Kreditwürdigkeit und geeignete Kreditsicherheiten. Dagegen sprach jedoch die geringe Beschäftigungszeit meines Kunden an seinem neuen Arbeitsplatz. Ich war jedoch optimistisch :)
 
15 Minuten Vorbereitungszeit waren sehr schnell vorbei. Das Gespräch lief eigentlich auch ganz locker, nur wegen der Aufregung habe ich viele wichtige Schritte, die ich mir in der Vorbereitungszeit aufgeschrieben habe, vergessen. Schade :( Was meine Leistung angeht, gab es meiner Meinung nach, viel Verbesserungspotenzial. Gut, dass ich noch bis zu meiner Prüfung acht Monate Zeit und ein paar weitere Life-Gespräche zur Übung führen darf :)
 
Liebe Grüße,
eure Olga

Freitag, 8. November 2013

Mein Praktikum im Altenheim


Das Diakoniezentrum Bethesda in Eisenberg
Den letzten Monat verbrachten Kay, Therese und ich als Praktikanten im Diakoniezentrum Bethesda in Eisenberg. Hier haben wir das vorgeschriebene Praktikum für das 3. Lehrjahr absolviert und insgesamt 3 Wochen den Schwestern und Mitarbeitern der Einrichtung unter die Arme greifen dürfen.
 
Das Sozialpraktikum im Bethesda ist im Gegensatz zu der Banker-auf-Bauernhof-Aktion, noch wenig bekannt. Es verfolgt aber im Kern das gleiche Ziel. Die Volksbank will nicht, dass ihre Azubis so werden, wie es dem
gängigen Vorurteil nach viele Banker sind: arrogant und überheblich. Bei den Praktika lernen wir Berufe mit körperlich schwerer Arbeit kennen und erleben, wie hart die Menschen in der Region − und damit auch die Kunden der Bank − ihr Geld verdienen. 


Ich ging am ersten Tag mit einer ungewissen Meinung ins Bethesda. Die Aussage "Was du nicht tun willst, musst du auch nicht machen!" hatte mich daraufhin beruhigt. Denn ich persönlich konnte die dort geforderten Aufgaben nur teilweise ausführen, manches traute ich mir auch ehrlich gesagt nicht zu.
 
Meine Aufgabe der 3 Wochen bestand darin, die Bewohner des Heims zu beschäftigen und zu unterhalten. Deshalb führte ich viele interessante Gespräche und ging mit meinen „Patienten“ an der frischen Luft spazieren. Auch Brett-, Karten- und Ratespiele standen auf der Tagesordnung, wobei ich gemerkt habe, dass ich in diesen Bereichen Aufholbedarf gegenüber den älteren Personen hatte. ;-) Immer wenn es Zeit für das Essen war, habe ich den Bewohnern das „Essen gereicht", da manche von ihnen altersbedingt dabei Hilfe benötigten.
 
Was mich in den Wochen im Praktikum sehr faszinierte war der Fakt, wie sich manche Mieter im Heim jeden Tag aufs Neue aufkämpften, um das Beste aus dem Tag zu machen. Auch das die Pflegerinnen und Schwestern sich jeden Tag etwas Neues einfallen ließen, um ihre Patienten zu betreuen sowie zu unterhalten, bewunderte ich. Ich habe großen Respekt vor diesen Männern und Frauen, da ich persönlich vermutlich nicht ein Monat lang die Arbeit im Bethesda durchstehen würde! Sich jeden Tag um die älteren Herrschaften zu kümmern ist eine Aufgabe, für die man geboren sein muss.
 
Da war ein kleiner Einblick in meine Eindrücke aus dem Praktikum. Wenn Ihr noch Fragen habt, würde ich mich freuen, wenn Ihr diese mir stellt. Ich antworte euch sehr gerne. ;)
 
Liebe Grüße
Sven